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06.04.2017

HVV-Jahresbilanz 2016, aktuelle Projekte und Ziele für die Zukunft

• deutlich mehr Fahrgäste
• innovativer Vertrieb
• zukunftsweisende Projekte

 

Jahresbilanz / Fahrplanangebot

Die Fahrgastzahlen des Hamburger Verkehrsverbundes haben sich auch im Jahr 2016 wieder sehr positiv entwickelt: 770,5 Millionen Fahrgäste in den Bussen, Bahnen und Fähren im HVV bedeuten gegenüber 2015 einen Zuwachs um 2,6 Prozent beziehungsweise 19,5 Millionen Fahrgäste. Die Fahrgeldeinnahmen im HVV erhöhten sich 2016 um 4,7 Prozent beziehungsweise 36,5 Millionen Euro auf 825,5 Millionen Euro.
Die erfreuliche Entwicklung resultiert hauptsächlich aus der überdurchschnittlich gestiegenen Nachfrage bei den Zeitkarten des Berufsverkehrs (+2,9 Prozent) und den SemesterTickets (+4,0 Prozent).
Mit der Zahl der Fahrgäste wächst natürlich auch das Angebot: Neben den großen Infrastrukturprojekten (U4-Verlängerung, U5, S4, S21) sind dies viele effektive Maßnahmen, die nicht nur zum Fahrplanwechsel im Dezember, sondern immer wieder auch unterjährig umgesetzt werden: Größere Fahrzeuge, dichtere Takte und kürzere Fahrzeiten auf zahlreichen Buslinien, neue U- und S-Bahn-Fahrzeuge, Bau neuer Schnell-bahnhaltestellen.
HVV-Fahrgäste sind insgesamt sehr zufrieden mit dem öffentlichen Nahverkehr. Dies bestätigen die Ergebnisse des von TNS Infratest durchgeführten ÖPNV-Kundenbarometers 2016.
Bei der Gesamtzufriedenheit erreichte der HVV im bundesweiten Vergleich den zweiten Platz. Mit der aktuellen Bewertung (Note 2,53) verbucht der HVV gleichzeitig auch sein bisher bestes Ergebnis im Kundenbarometer, an dem er seit 1999 teilnimmt. Bei den Befragten im Stadtgebiet Hamburg war die Zufriedenheit sogar noch größer (Note 2,47).
Viele Leistungsmerkmale wurden gegenüber dem Vorjahr signifikant besser beurteilt. Dazu gehört auch das Merkmal „Nutzung für mobilitätseingeschränkte Personen“, welches seit 2010 kontinuierlich besser bewertet wird. Dies resultiert aus der weiter zunehmenden Zahl barrierefrei ausgebauter Haltestellen im HVV.

 

Digitalisierung

Elektronischer Vertrieb

Die Einführung der HVV-Card hat begonnen. Sukzessive erhalten alle Abonnenten die neue elektronische Kundenkarte als Ersatz für die bisherige Kundenkarte mit Wertmarke. Im Vorfeld werden Anschreiben verschickt, in denen die Kunden um ein Lichtbild für ihre HVV-Card gebeten werden.

Auch alle anderen  Fahrgäste können selbstverständlich jederzeit kostenlos in vielen Servicestellen oder online ihre HVV-Card bestellen, auf der je nach Bedarf eine Fahrkarte gespeichert werden kann.

Mit der HVV-Card können auch Monatskarten am Fahrkartenautomaten erworben werden. Damit entfällt das Warten in den Servicestellen.

Auf alle mit der HVV-Card gekauften Einzel- und Tageskarten werden grundsätzlich drei Prozent Rabatt gewährt. Darüber hinaus erleichtern das bargeldlose Bezahlen und die Abbuchung am Ende des Monats (auch Prepaid ist möglich) die HVV-Nutzung. Außerdem ist die HVV-Card deutlich besser gegen Fälschung und Missbrauch geschützt.

Parallel ist selbstverständlich weiterhin der Fahrkartenkauf über die HVV-App möglich, wie auch bei der HVV-Card gibt es dabei drei Prozent Rabatt auf alle Einzel- und Tageskarten. Die HVV-App bietet neben dem Ticketkauf die persönliche Fahrplanauskunft und zeigt außerdem auch, wo in der Nähe „switchh“-Carsharing-Fahrzeuge und „StadtRad“-Stationen sind. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 kauften 937.000 Kunden ihre Fahrkarte über die App. Das ist ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

Noch in diesem Jahr geht das Projekt „Check-in / Be-out“ in den Testbetrieb. Anschließend ist die Ausweitung auf den gesamten HVV vorgesehen. Am Testbetrieb beteiligt sind sechs Verkehrsunternehmen und die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Mit „Check-in / Be-out“ müssen Fahrgäste nicht mehr im Vorwege auswählen, welche Fahrkarte die richtige ist. Der Kunde bekommt eine Kostengarantie: „Fahren Sie spontan so viel Sie wollen, teurer als die entsprechende Tageskarte wird es nie.“

Dispositionsplattform

Der HVV plant eine Dispositionsplattform für flexible Angebote. Diese Bedienformen sind nicht nur in ländlichen Räumen sinnvoll, sondern auch in städtischen Arealen, in denen die Nachfrage für einen ÖPNV-Linienbetrieb zu gering ist oder tageszeitlich und räumlich zu stark schwankt.

Die Dispositionsplattform wird Fahrgastinformations-, Buchungs- und Abrechnungssysteme digital verknüpfen.

Für die Umsetzung des Vorhabens wurden in Hamburg das Gewerbegebiet Billbrook und - in Kooperation mit der HPA - der Hafen gewählt. Beide Areale haben aufgrund ihrer stadträumlichen Gegebenheiten und ihrer Gewerbestruktur besondere Anforderungen an eine ÖPNV-Erschließung. Als Ergänzung zu den bestehenden Linienverkehren wird hier ein nachfrageorientiertes und flexibles Angebot eingerichtet und über die Dispositionsplattform organisiert.

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert und von der Stadt Hamburg als Teil der ITS-Strategie unterstützt.

 

Echtzeitinformation

Kommt mein Zug pünktlich? Gibt es Abweichungen im Betrieb? Auf diese Fragen bietet die Fahrplanauskunft im HVV Antworten direkt aus dem Betrieb, in „Echtzeit“. In der Fahrplanauskunft laufen die Betriebsinformationen auf einer Datendrehscheibe zusammen.

Konkret bedeutet das: Eventuelle Verspätungen werden sofort im Internet beziehungsweise über das Smartphone (per HVV-App) angezeigt.

Darüber hinaus zeigt der Verkehrsnetzplan unter hvv.de auch interaktiv und in Echtzeit, wo sich die Busse gerade befinden: Einfach den Button „Fahrzeuge anzeigen“ anklicken.

Neben den U-Bahnen und Bussen der Hochbahn liefern S-Bahn, DB Regio, Erixx, EVB und Metronom bereits Echtzeit-Informationen für die Fahrplanauskunft.

Das System wird kontinuierlich erweitert. Künftig sollen zu allen Bussen, Bahnen und Fähren im HVV die aktuellen Informationen zur Verfügung stehen.