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Alkoholkonsumverbot im HVV

Alkoholtrinken im HVV verboten

Seit dem 1. September 2011 ist es in allen U-, S- und A-Bahn-Zügen, in den Zügen von Metronom und EVB sowie in allen Bussen und in den Haltestellen von U-, S- und A-Bahnen untersagt, Alkohol zu trinken oder in geöffneten Behältnissen mit sich zu führen.

Ausgenommen vom Alkoholkonsumverbot des HVV sind nur die Nord-Ostsee-Bahn, Nordbahn und DB Regio, da diese Verkehrsunternehmen Bahnlinien betreiben, die das HVV-Gebiet in Richtung Schleswig-Holstein überschreiten, und dort kein Alkoholverbot eingeführt wurde. Ausgenommen ist auch die HADAG wegen ihres touristisch geprägten Elb-Fährverkehrs.

Fahrgästen, die das Verbot missachten, droht eine Strafe von 40 Euro.

Nach wie vor ist es im gesamten HVV erlaubt, alkoholhaltige Getränke in fest verschlossenen Behältnissen mit sich zu führen und selbstverständlich kann jeder, der vorher etwas getrunken hat, auch weiterhin mit dem HVV fahren.

Im März 2012 haben der Verkehrsverbund und die Verkehrsunternehmen im HVV bereits eine positive Bilanz gezogen.

Wichtigstes Erfolgskriterium ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Bevölkerung im HVV-Gebiet, die der HVV Ende Januar bis Anfang Februar 2012 durchgeführt hat. Dabei zeigte sich, dass mit 93 Prozent der Befragten fast jeder das Alkoholkonsumverbot kennt. Die Zustimmung ist ebenfalls sehr hoch: 85 Prozent sind für das Verbot und wollen, dass es bleibt. Nur 12 Prozent der Befragten sind für die Abschaffung des Verbots.

Auch die Frage nach der Zufriedenheit mit der Durchsetzung des Verbots wird mehrheitlich positiv beantwortet. So sind 43 Prozent der befragten HVV-Nutzerinnen und -Nutzer uneingeschränkt zufrieden mit der Durchsetzung. Nur 5 Prozent der Befragten äußern sich unzufrieden darüber, dass trotz des Verbots noch Alkoholkonsum stattfindet.

Eine positive Veränderung seit der Einführung des Verbots haben 34 Prozent der HVV-Nutzerinnen und -Nutzer wahrgenommen; sie führen vor allem weniger trinkende und betrunkene Fahrgäste, mehr Sauberkeit sowie verbesserte Atmosphäre und subjektive Sicherheit an. Da auch vor Verbotseinführung tagsüber kaum Probleme mit Alkoholkonsum auftraten, ist ein Blick auf die regelmäßig abends und nachts den HVV nutzenden Fahrgäste interessant: In dieser Kundengruppe stellen 52 Prozent eine positive Veränderung fest.

Neben den Befragungsergebnissen tragen die Erfahrungen der Unternehmen zum positiven Gesamtbild bei. So berichten die Sicherheitskräfte der Verkehrsunternehmen von deutlich weniger Alkoholkonsumenten und saubereren Zügen mit weniger leeren Flaschen und Flüssigkeitsresten auf dem Fußboden. Sogar im Fußballverkehr und bei Großveranstaltungen macht sich seit Einführung des Verbots ein verringerter Alkoholkonsum im HVV bemerkbar.

Die guten Erfahrungen bestärken den HVV und die Verkehrsunternehmen in ihrem Entschluss, den Alkoholkonsum in Fahrzeugen und Haltestellen im Interesse der Fahrgäste weiterhin zu unterbinden. Das Verbot ist von der großen Mehrheit der Kundinnen und Kunden erwünscht und trägt zu mehr Wohlbefinden und Sauberkeit im HVV bei.