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Mobilitätshilfen

Barrierefrei unterwegs im HVV

Hier können Sie sich einen kompakten Eindruck über die Besonderheiten im Busnetz, im Bahnnetz oder rund um die Fähren verschaffen.

Tiefergehende Informationen bietet unsere Broschüre  Barrierefrei unterwegs (3,18 MB) , die Sie auch in allen Servicestellen erhalten.
Praktisch für unterwegs ist auch der Streckenplan (U/S/A/R-Plan) (242,93 KB) , in dem die barrierefreien Haltestellen durch Symbole gekennzeichnet sind. In der Rubrik Haltestelleninformationen finden Sie detaillierte Haltestellenskizzen für die optimale Orientierung vor Ort. Und Informationen zu den Betriebszuständen der Aufzüge runden das Angebot ab. 

Sie mögen es lieber persönlich? Dann ist unsere HVV-Mobilitätsberatung für Senioren genau das Richtige für Sie!

Der Niederflurbus

Im Bereich des Hamburger Verkehrsverbundes werden größtenteils Niederflurbusse mit Rampen und Kneeling (seitliches Absenken) eingesetzt. Im Hamburger Stadtgebiet kommen fast ausschließlich Niederflurbusse zum Einsatz. Das Kneeling erleichtert Fahrgästen den Einstieg. Jedes Fahrzeug bietet eine Stellfläche für Kinderwagen und Rollstuhlbenutzer. Auch in den niedersächsischen Landkreisen Harburg, Lüneburg und Stade sowie in Schleswig-Holstein fahren Niederflurbusse auf stark frequentierten Linien.

Ein- und Ausstieg mit Rampe

Warten Sie am besten in der Nähe des Haltestellenmastes. Benutzen Sie bitte immer eine Tür in der Mitte des Busses. Um unsere Busfahrer zu informieren, machen Sie sich deutlich bemerkbar oder drücken Sie beim Ein- und Ausstieg den gekennzeichneten Knopf. Dieser befindet sich außen rechts neben den mittleren Eingangstüren. Innen finden Sie den Knopf auf der Fahrerseite im Mehrzweckbereich neben dem Aufstellplatz für Fahrgäste mit Mobilitätshilfen. Unsere Busfahrer werden Ihnen den Zugang per Rampe ermöglichen, sobald die übrigen Fahrgäste ein- bzw. ausgestiegen sind. Die Tragfähigkeit der ausklappbaren Rampen ist in der Regel auf maximal 350 kg ausgelegt.

Der richtige Platz im Bus

Der Aufstellplatz befindet sich in der Regel gegenüber der mittleren Eingangstür. Dort ist eine Prallfläche, an der Sie sich mit der Rückseite Ihres Rollstuhls gegen die Fahrtrichtung aufstellen können. Da Sie so am sichersten fahren, sollten Sie nach Möglichkeit immer diese Aufstellposition wählen. Bitte achten Sie auf einen sicheren Stand Ihres Rollstuhls, damit Sie sich und die anderen Fahrgäste nicht gefährden.

Gemäß der Straßenverkehrszulassungsordnung darf mehr als ein Rollstuhl im Bus mitgenommen werden. Allerdings steht für die Verkehrsunternehmen die Sicherheit der Fahrgäste an erster Stelle. Deshalb ist es im Einzelfall möglich, dass keine weiteren Rollstuhlfahrer einsteigen dürfen. Die Busfahrer entscheiden dies abhängig von den jeweiligen Platzverhältnissen im Fahrzeug.

Stufenlos zum Bahnsteig

Alle barrierefreien Haltestellen verfügen entweder über rollstuhl- und kinderwagentaugliche Rampen oder Aufzüge. Praktische Unterstützung bieten der Plan Einstiegshilfen (242,93 KB)  sowie die Broschüre  Barrierefrei unterwegs (3,18 MB)  und der Überblick zum Fahrzeugeinsatz im nördlichen Niedersachsen und Schleswig-Holstein (111,91 KB)

Ausstattung der Aufzüge

  • Die Kabinen und lichten Türbreiten (mindestens 90 cm) sind so groß, dass die Benutzung mit dem Rollstuhl in der Regel unproblematisch ist.
  • Die Bedienungselemente in den Aufzügen sind fast immer so angeordnet, dass sie von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. In vielen Fällen sind sie zusätzlich in Blindenschrift gekennzeichnet.
  • Der Ein- und Ausstieg ohne Richtungswechsel wird durch sogenannte Durchlader mit zwei Türen ermöglicht. Wo immer es machbar ist, werden Aufzüge als Durchlader eingebaut.
  • In vielen Aufzügen werden die Ebenen angesagt und angezeigt.
  • Falls Sie Hilfe benötigen, nutzen Sie bitte die Notrufmöglichkeit in der Kabine.

Betriebszustand der Aufzüge

Über den aktuellen Betriebszustand der Aufzüge können Sie sich über unseren dynamischen Aufzugsplan informieren. Sollten Sie die gewünschte Information hier nicht finden, rufen Sie bitte bei der HVV-Infoline unter 040/19 449 an. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne weiter.

Barrierefreier Einstieg

Rollstuhlbenutzern wird der Einstieg in die Schnellbahn- und Regionalverkehrszüge auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht. Details erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. Die zu bewältigenden Einstiegsstufen können durch Verschleiß an Rad und Schiene sowie durch das Federspiel der Fahrzeuge ca. 2 - 3 cm niedriger sein als die im Text angegebenen Maximalwerte.

U-Bahn

Zur Einstiegserleichterung bieten alle barrierefrei gestalteten U-Bahn-Haltestellen ganz oder teilweise erhöhte Bahnsteige. Die Einstiegshöhe beträgt höchstens 5 cm. Die Spaltbreite ist abhängig von den betrieblichen und technischen Toleranzen im Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und Gleis: in der Regel ca. 5 - 11 cm. Der Einstiegsbereich ist farblich durch ein Schachbrettmuster auf dem Boden und durch (Rollstuhl-) Symbole markiert.

Steigen Sie auf jeden Fall im markierten Bereich ein, wenn Sie darauf angewiesen sind, auch wieder in einem erhöhten Bahnsteigabschnitt auszusteigen!

S-Bahn

In der Regel beträgt die zu überwindende Einstiegsstufe bei den neueren S-Bahn-Zügen maximal 6 cm und bei den älteren höchstens 16 cm. Nur an den Haltestellen zwischen Fischbek und Agathenburg (S3) gibt es Stufenhöhen bis maximal 26 cm. An diesen Haltestellen ist eine Erhöhung der Bahnsteige nicht möglich, da dort Güterzüge mit überstehender Ladung verkehren. Alle S-Bahn-Züge haben Rampen und große Mehrzweckabteile. Der Einsatz von Rampen ist grundsätzlich nur an der ersten Tür hinter dem Fahrer möglich. An den Haltestellen Neukloster, Dollern und Agathenburg ist kein barrierefreier Ein- bzw. Ausstieg möglich.
Zum Einsteigen warten Sie auf auf Höhe der Zugspitze. Beachten Sie die Hinweise auf den Zugzielanzeigern und die Zughaltemarkierungen an den Gleisen („H-Tafeln“) bzw. die Hinweisschilder auf den Bahnsteigen.

  • Kurzzüge (3 Wagen), Vollzüge (6 Wagen) und Langzüge (9 Wagen) haben zum Teil unterschiedliche Haltepunkte und entsprechende „H-Tafeln”.
  • Geben Sie bei Einfahrt des Zuges unseren Fahrern ein Zeichen.
  • Die Fahrer legen Ihnen die Rampe direkt hinter der Fahrerkabine aus.
  • Rollen Sie gerade in den Wagen hinein.
  • Sagen Sie bereits beim Einsteigen, wo Sie aussteigen möchten.
  • Die Fahrer bietet Ihnen beim Ausstieg die gleiche Unterstützung wie beim Einstieg.
  • Falls erforderlich, nehmen Sie durch Klopfzeichen mit unseren Fahrern Kontakt auf. 

Der Hamburger Flughafen ist per S-Bahn barrierefrei erreichbar. Die Züge der S1 werden in Ohlsdorf getrennt; die vorderen drei Wagen fahren zum Hamburg Airport, die hinteren nach Poppenbüttel.

Die Züge der Linie S1 wechseln ihre Fahrtrichtung in Blankenese, die Züge der Linie S11 in Altona. Bitte steigen Sie hier in die neue Zugspitze um oder beachten Sie den Richtungswechsel bereits beim Einsteigen.

An den meisten Haltestellen gibt es am Boden Rillen- oder Rippenplatten mit kontrastreichen Begleitstreifen. Sie sind mit dem Stock ertastbar und dienen zur Orientierung und Warnung. Die Streifen finden Sie auf Bahnsteigen und zum Teil im Schalterhallenbereich. Auch die Umsteigewege sind teilweise mit den Orientierungsstreifen gekennzeichnet. Auf Informations- und Notrufsäulen wird auf den Bahnsteigen mit Noppenplatten hingewiesen. 
Im U- und S-Bahn-Bereich sind die meisten Bahnsteigkanten mit einem breiten weißen Warnstreifen markiert. An den Bahnsteigen des Regionalverkehrs ist häufig eine schmale weiße Sicherheitslinie gezogen, die den Gefahrenbereich an der Bahnsteigkante kennzeichnet.
Beide Markierungen dienen Ihrer Sicherheit und dürfen nur überschritten werden, wenn ein Zug bereits an der Bahnsteigkante steht.
Als zusätzliche Orientierungshilfe dienen akustische Signale: Töne, die das Schließen der Türen ankündigen, Durchsagen des Bahnhofspersonals und die Ankündigung der nächsten Haltestelle in den Bahnen. In der Regel wird in den U-, S- und R-Bahnen zusätzlich die Ausstiegsseite angesagt.
Die Türen in den U- und S-Bahnen sind aufgrund ihrer kontrastreichen und/oder taktilen Gestaltung einfach zu finden.

Bitte beachten Sie die Hinweise der Zugzielanzeiger auf den Bahnsteigen. Die elektronischen Anzeiger informieren zusätzlich über Abfahrtszeiten, Fahrplanänderungen und Betriebsabweichungen. In den U-Bahnen werden Sie über Monitore auf die nächste Haltestelle, mögliche Fahrplanänderungen und Störungen hingewiesen. Alle S-Bahnen und Regionalzüge haben eine elektronische Haltestellenanzeige.

Sicherheit 

  • Auf jedem Bahnsteig steht eine Rufsäule – auch für die schnelle Auskunft!
  • Alle Schnellbahnen haben eine direkte Sprechverbindung zum Fahrer.
  • Im Regionalverkehr stehen Ihnen die Zugbegleiter für Fragen zur Verfügung und können auch bei Problemen oder in Notlagen angesprochen werden.
  • In den Zügen ohne Zugbegleiter wenden Sie sich bitte nach Möglichkeit an das Fahrpersonal.

Auf allen HADAG-Schiffen befinden sich barrierefrei zugängliche Fahrgastbereiche. Darüber hinaus sind viele Schiffe mit barrierefrei zugänglichen WC's ausgestattet. Bitte sorgen Sie selbst für einen festen Stand auf dem Schiff! 

  • An der Station St. Pauli Landungsbrücken steht Ihnen ein stufenloser Zugang an den Brücken 1, 3 und 10 zur Verfügung.
  • Auf der Linie 75 sowie der Cranz-Blankenese-Linie ist die Mitnahme von Rollstühlen leider nicht möglich, da die Anleger Steinwerder, Cranz und Neuenfelde nur über Treppen zu erreichen sind.

Auskunft zu barrierefreien HADAG-Fähren: HADAG Seetouristik und Fährdienst AG, Telefon 040/31 17 07-0.

Die Fähren legen an schwimmenden Pontons an, die durch Zugangsbrücken mit dem Land verbunden sind. Die Neigung der Zugangsbrücken ist abhängig vom Wasserstand bei Ebbe und Flut und variiert somit. Spalt und Stufe zwischen Ponton und Schiff werden durch eine Rampe (120 bzw. 180 cm breit) überbrückt. Befahren Sie die ausgefahrene Rampe gerade! Gegebenenfalls öffnen Sie die Tür durch Druck auf den Türöffnerknopf. Zum Aussteigen drücken Sie den Halteknopf im Türbereich oder nutzen Sie die Sprecheinrichtung. Bei starken Fahrgastandrang (speziell an Sommerwochenenden) wird der Zugang zu den Fähren an einigen Anlegern durch Ordnungspersonal geregelt. Wenden sie sich in diesen Fällen für den Einstieg bitte direkt an das Personal auf den Pontons.

Auf den Elbfähren Linie 5160 (Amt Neuhaus) und Linie 5170 (Tanja) in Niedersachsen ist der Zugang zu den den Fähren stufenlos über Autorampen möglich. Der Neigungswinkel der Rampen variiert je nach Wasserstand und eine rollstuhlgeeignete Neigung kann nicht immer vorausgesetzt werden.