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Komm gut nach Hause

Fahrpreise

HVV-Angebotsoffensive und Tarifanpassung

Der Hamburger Senat hat eine Angebotsoffensive im öffentlichen Nahverkehr beschlossen, die zu einer deutlichen Leistungserweiterung und Qualitätsverbesserung des Angebotes an Bussen und Bahnen in der Metropolregion führt. Das Ziel ist ein noch attraktiverer Nahverkehr, der den Umstieg vom Auto leicht macht. Dieses Ziel kann mit einem billigen Nahverkehr nicht erreicht werden. Darin sind sich alle Fachleute einig. 

Gleichwohl soll dieses Programm soll durch eine maßvolle Preispolitik begleitet und unterstützt werden. 

Der HVV wird daher für 2020 eine maßvolle  Tarifanpassung (18.58 KB)  beantragen: Die Fahrkartenpreise sollen insgesamt nicht stärker steigen als die Inflationsrate mit 1,8 Prozent. Darüber hinaus werden einige Fahrkarten von der Anhebung gänzlich ausgenommen.

Vor diesem Hintergrund sollen für die Tarifanpassung folgende Eckpunkte gelten:

  • Die einzelnen Fahrkartenpreise sollen insgesamt nicht stärker steigen als die Inflationsrate mit 1,8 Prozent. Die durchschnittliche Tarifanpassung liegt bei 1,3 Prozent.
  • Die SeniorenKarten, die Schüler-Karten sowie die Karten für Auszubildende sind von der Tarifanhebung ausgenommen.
  • Die morgendliche Sperrzeit für SeniorenKarten entfällt.
  • Die Preise für die Kurzstrecken und Nahbereichs-Karten werden nicht angehoben.
  • Der Preis für die KinderKarte im Gültigkeitsbereich AB wird nicht angehoben.
  • Der Preis der Einzelkarte Hamburg AB wird um 10 Cent erhöht. Dieser Preis ist im letzten Jahr nicht angehoben worden, so dass sich seit 2017 eine jährliche Steigerung von 1,5 Prozent ergibt.


Fragen und Antworten zum Thema

1. Wenn Bus- und Bahnfahren attraktiver werden soll, warum steigen dann die Preise?

Bus und Bahn sind dann attraktiv, wenn sie komfortabel sind, in dichtem Takt fahren und pünktlich ankommen. Und Autofahrer steigen nur dann auf den Nahverkehr um, wenn er eine hohe Qualität hat. Genau dies erreichen wir mit unserer Angebotsoffensive. Dafür werden mehrere Hundert Millionen Euro aus Steuermitteln ausgegeben.

Im Vergleich dazu sind die Einnahmen aus der Fahrpreisanhebung sehr gering. Sie dienen nur dazu, einen Teil der aktuellen Betriebskostensteigerungen der Verkehrsunternehmen aufzufangen.


2. Warum sind die Preise im Nahverkehr in anderen Städten so viel günstiger?

Die Fahrpreise im HVV sind nicht generell höher als in anderen Verbünden. Ein Beispiel: Die Kinderkarte ist nur in Leipzig noch günstiger als in Hamburg.

Die immer wieder für Vergleiche herangezogene HVV-Monatskarte „Hamburg AB“ gilt von Pinneberg bis Reinbek und von Ahrensburg bis Wedel. Ein Gebiet, das viel größer ist als in den meisten anderen Verkehrsverbünden.


3. Warum gibt es in Hamburg kein 365-Euro-Jahresticket?

Ein 365-Euro-Ticket im HVV würde bedeuten: Ein hoher dreistelliger Millionenbetrag fehlt in den öffentlichen Haushalten. Jedes Jahr. Dies würde nicht nur Hamburg betreffen, sondern auch die Umlandkreise sowie die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das Geld müsste dann anderswo eingespart werden oder über Steuererhöhungen eingenommen werden.