Beim Aufbau der Liniennetze unterscheiden sich S- und U-Bahn. Während den fünf S-Bahn-Linien im Hamburger Innenstadtbereich zwei Strecken mit insgesamt vier Gleisen zur Verfügung stehen (City-Tunnel via Jungfernstieg und Verbindungsbahn via Dammtor), teilen sich bei der U-Bahn nur die U2 und die U4 auf einem Abschnitt die Gleise. Die hochfrequentierten Linien U1 und U3 fahren hingegen unabhängig voneinander auf ihren eigenen Strecken und können sich im Fahrgastbetrieb, außer bei der Bereitstellung oder Überführung (z.B. der U3 in Wandsbek-Gartenstadt aus Farmsen), gegenseitig nicht beeinflussen.
Am Hamburger Hauptbahnhof treffen alle S-Bahn-Linien zusammen, was den Bahnhof für die S-Bahn zu einem echten Nadelöhr macht. Unvorhergesehene Gleissperrungen oder Verspätungen führen wiederkehrend zu starken und anhaltenden Auswirkungen im gesamten Liniennetz. Auch die Station Altona ist ein Knotenpunkt im Hamburger S-Bahn-Netz, an dem drei der fünf S-Bahn-Linien zusammentreffen. Daraus können ebenfalls betriebliche Einschränkungen resultieren. Mit dem zum Fahrplanwechsel 2023/2024 umgesetzten, neuen S-Bahn-Netz soll diese Herausforderung perspektivisch reduziert werden.
Für den Regionalverkehr stellt der verkehrlich stark belastete Hamburger Hauptbahnhof eine große betriebliche Herausforderung dar. Hier teilen sich Regionalverkehrslinien bereits an verschiedenen Bahnsteigen die Ankunfts- und Abfahrtsgleise und fahren auf demselben Gleis nacheinander ab. Außerdem werden täglich zahlreiche Fernverkehrszüge abgewickelt. Dadurch wirken sich kleine Unregelmäßigkeiten schnell auf viele weitere Linien aus.
Schließlich hat auch die Lage in den beiden weiteren bedeutsamen norddeutschen Eisenbahnknotenpunkten Hannover und Bremen Auswirkungen auf die im südlichen hvv Verbundgebiet in Richtung Hamburg verkehrenden niedersächsischen Regionalverkehrslinien RE2, RE3, RE4, RB38 und RB41.